Gravity Card MTB: Warum die Saisonliftkarte das Bikerherz befreit
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Ein Bericht über 680 Euro, einen Kastenwagen, und das angenehme Gefühl, endlich nicht mehr auf die Uhr zu schauen — wenn ein ganzer Sommer auf Rädern zum besten Plan wird, den man je hatte.
Der Plan war eigentlich simpel: einen größeren Teil des Sommers in den Alpen verbringen, von Bikepark zu Bikepark ziehen, den Kastenwagen als Basis nutzen, und dabei keine teuren Hotels und keine starren Reisepläne. Morgens aufs Bike, abends irgendwo schlafen, am nächsten Tag weiterschauen — oder bleiben, wenn es sich lohnt.
Was mich dazu gebracht hat, die Gravity Card zu kaufen, war ein einfacher Rechenansatz: Ich hatte sowieso vor, mehrere Gebiete anzufahren. Ab ungefähr 12 bis 13 Tagen in verschiedenen Bikeparks ist die Karte amortisiert. Mitte Juni 2026 habe ich bereits 16 Tage gesammelt — hätte ich Tagestickets gebucht, wären das über 900 Euro gewesen. Die Karte hat sich damit deutlich rentiert, und die Hauptsaison fängt gerade erst an.
Aber das ist nicht das Interessanteste an der Karte.
Gravity Card auf einen Blick
| Info | Details |
|---|---|
| Preis 2026 | 680 € (Erwachsene) · 510 € (Jugendliche) · 340 € (Kinder) |
| Gültigkeit | 4. April – 8. November 2026 |
| Gebiete | 32 Bikeparks und Trails in D, A, CH, I, CZ, SI, PL |
| Amortisiert sich ab | ca. 12–13 Tagen je nach Gebieten |
| Website | gravity-card.com |
Alle 32 Gebiete sind weiter unten in diesem Artikel beschrieben. Aktuelle Öffnungszeiten: gravity-card.com
Was die Karte wirklich ändert
Wer je ein Tagesticket an einem großen Alpen-Bikepark gekauft hat, kennt das Phänomen: Man hat 55 oder 65 Euro bezahlt, also muss man es auch auskosten. Das bedeutet früh ankommen, möglichst viele Runs machen, bis die Beine ausgepumpt sind — weil man ja schließlich bezahlt hat.
Das ist an sich keine schlechte Motivation. Aber manchmal ist es auch die Motivation für einen Run zu viel, für Entscheidungen, die müde Beine eigentlich nicht mehr treffen sollten.
Mit der Gravity Card gibt es diesen Druck nicht. Ich komme an einem Vormittag an, mache vier Abfahrten, habe genug — und fahre weiter. Ich komme nachmittags irgendwo an und springe noch schnell für zwei Stunden aufs Bike, bevor ich koche. Ich schlafe aus, starte langsam, und wenn der Körper sagt heute nicht, bleibt das Bike im Heck. Kein schlechtes Gewissen, keine verschwendeten 60 Euro, keine Diskussion mit mir selbst.
Das ist die eigentliche Freiheit der Karte: nicht die Kosteneinsparung selbst, sondern die Möglichkeit, jeden Tag so zu fahren, wie er sich anfühlt — und nicht so, wie er sich rentieren muss.
Besonders gut funktioniert das in drei Situationen:
Längere Aufenthalte in einem Gebiet — wenn man drei oder vier Tage an einem Bikepark ist, kann man problemlos einen Ruhetag einlegen. Mit einem Wochenpass läuft die Uhr. Mit der Gravity Card schaut man morgens einfach, wie man sich fühlt. Man muss sich nicht an drei Tagen in Folge totfahren, weil man drei Tage gebucht hat.
Gemischte Gruppen — ich war diesen Sommer mehrfach mit Leuten unterwegs, die nicht oder weniger intensiv biken. Wenn der Partner oder die Freundin mal andere Dinge machen möchte, fährt man für einen halben Tag alleine hoch. Kein Aufwand, keine Kosten, keine Diskussion darüber, ob sich das jetzt noch lohnt. Danach gemeinsam essen.
Van Life und flexible Reiserouten — ob man einen zweiten Tag bleibt oder weiterzieht, hängt vom Wetter, den Beinen, der Stimmung ab. Nicht davon, dass ein vorgebuchtes Ticket verfällt.
Break Even: Meine Tagesticket-Rechnung
Zur Einordnung, was die Karte wirklich gespart hat — hier die tatsächlichen Fahrtage bis Ende Juni 2026 mit den jeweiligen Tageskartenpreisen der Gebiete:
| Datum | Bikepark | Tageskarte |
|---|---|---|
| 29.5. | Bikepark Brandnertal | 58,00 € |
| 31.5. | Bike Kingdom Lenzerheide | 61,00 € |
| 1.6. | 3 Länder Enduro Trails | 50,50 € |
| 2.6. | 3 Länder Enduro Trails | 50,50 € |
| 3.6. | 3 Länder Enduro Trails | 50,50 € |
| 5.6. | Bikepark Brandnertal | 58,00 € |
| 6.6. | Bike Kingdom Lenzerheide | 61,00 € |
| 7.6. | Bikepark Brandnertal | 58,00 € |
| 8.6. | Biketrails Flims Laax | 65,00 € |
| 11.6. | Bike Republic Sölden | 61,50 € |
| 13.6. | Bike Republic Sölden | 61,50 € |
| 14.6. | Bike Republic Sölden | 61,50 € |
| 15.6. | Bikepark Lermoos-Biberwier | 42,00 € |
| 16.6. | Saalbach Hinterglemm | 66,00 € |
| 17.6. | Saalbach Hinterglemm | 66,00 € |
| 18.6. | Saalbach Hinterglemm | 66,00 € |
| Gesamt bis 18. Juni 2026: | 937,00 € |
Der Sommer läuft noch. Leogang kommt noch, weitere Gebiete stehen noch aus.
Der Knaus BoxLife 630: Bike hinten rein, morgens fahrtbereit
Ich fahre diesen Sommer einen Knaus BoxLife 630 — ein Kastenwagen-Ausbau auf Basis des Fiat Ducato, der für genau diese Art Reisen konzipiert ist. Das Entscheidende: Das Heck ist als Garage ausgebaut. Das Fahrrad — ein vollgefedertes E-MTB mit 170 mm Federweg — passt hinten komplett rein, gesichert, ohne abzubauen. Kofferraum auf, Bike raus, Helm auf, fahren.
Das klingt nach einer Kleinigkeit. Es ist keine. An einem Stellplatz irgendwo in Vorarlberg oder Graubünden zu stehen und in fünf Minuten fahrtbereit zu sein, ohne Ausrüstung zusammenzusuchen, Räder anzuschrauben oder Taschen umzupacken — das verändert die Reisedynamik. Man fährt auch abends noch kurz für eine Stunde los, weil es sich ergibt, weil das Licht gut ist, weil die Beine noch was wollen. Das tut man nicht, wenn das Bike erst am Heckträger montiert werden muss.
Die Schlafsituation ist gut durchdacht, die Küche reicht für das Wesentliche. Man lernt schnell, welche Supermärkte in welchen Orten früh öffnen und welche Bäcker sich lohnen. Diese Dinge weiß man nach ein paar Wochen auswendig.
Die Gebiete dieses Sommers
Bis Mitte Juni 2026 habe ich folgende Gravity-Card-Gebiete abgefahren:
| Gebiet | Region | Saison |
|---|---|---|
| Bikepark Brandnertal | Vorarlberg, Österreich | 2026 |
| Bike Kingdom Lenzerheide | Graubünden, Schweiz | 2026 |
| Biketrails Flims Laax | Graubünden, Schweiz | 2026 |
| 3 Länder Enduro Trails / Reschenpass | Tirol/Südtirol | 2026 |
| Bike Republic Sölden | Tirol, Österreich | 2026 |
| Bikepark Lermoos-Biberwier | Tirol, Österreich | 2026 |
| Saalbach Hinterglemm | Salzburg, Österreich | 2026 |
| Epic Bikepark Leogang | Salzburg, Österreich | 2026 |
| Paganella Bike Park | Trentino, Italien | 2025 |
| Trail Park Klínovec | Erzgebirge, Tschechien | 2025 |
| MTB Zone Bikepark Willingen | Sauerland, Deutschland | 2025 |
Das sind nicht alle Gebiete im Netzwerk — aber ein guter Teil davon. Weiter unten sind alle 32 Gebiete beschrieben.
Alle 32 Gravity Card Parks 2026
🇦🇹 Österreich (17 Gebiete)
Epic Bikepark Leogang
Leogang ist Österreichs größtes Bike-Revier — und man merkt das. Der Riders Playground allein hat 60.000 m², dazu nochmals 15.000 m² Practicearea. Wer einmal den World Cup Track oder die Hangover-Line gefahren ist, versteht, warum hier jedes Jahr die Weltbesten antreten. Strecken wie Caipro, Hot Shots, Speedster, 1-Lines und Roots Gateway sind kein Marketing — die sind wirklich da. Die Gravity Card gilt für alle Lifte der Bikeregion Leogang inklusive Saalbach Hinterglemm Fieberbrunn, was das Gebiet noch größer macht.
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
Saalbach Hinterglemm
120 km Trailnetz, 9 Lifte auf 7 Bergen — Saalbach ist kein Bikepark im klassischen Sinne, sondern ein ganzes Bike-Universum. Für Einsteiger gibt es Learn-to-Ride-Kurse und einen Pumptrack, für alle anderen ein Wegenetz, das man in einer Woche nicht vollständig abfährt. Mit der Gravity Card gilt Leogang direkt dazu — die beiden Gebiete sind zusammengewachsen und lassen sich gut kombinieren.
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
Bikepark Brandnertal
Back in Business nach Umbau — und merklich besser als vorher. Die neuen Bike-Cabs machen den Aufstieg deutlich angenehmer, die komplett neu gebauten Bikes im Verleih sind für Leute ohne eigenes E-Bike interessant. Zwei Hauptstrecken: Flow und Airtime. Neu hinzugekommen ist die blaue Unchained-Linie. Klein, aber sehr gut. Wer mehr Details will, findet im Trail Guide alles zu Trails, Stellplätzen und dem besten Pizzarestaurant in Brand.
🌐 bikepark-brandnertal.at · Trail Guide →
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026 (erster Besuch: Mai 2026)
Bikepark Lermoos-Biberwier
Direkt auf dem Talkessel der Zugspitz Arena, mit Blick auf kristallklare Gebirgsseen. 1.000 Höhenmeter Downhill, 2 Sessellifte und 2 Gondeln. Das Gebiet ist kleiner als Sölden oder Leogang, lebt aber von seiner Lage — das Ambiente entschädigt für das kompaktere Angebot. Für einen halben oder ganzen Tag gut.
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
Silvretta Bike Arena Ischgl/Samnaun & Silva Trails Galtür
100 km Trails auf bis zu 2.800 m Höhe — da ist die Luft schon etwas dünner, was man bei langen Anstiegen merkt. Der legendäre Schmuggler Trail verbindet Österreich und die Schweiz auf natürliche Weise. Dazu Pumptracks und Jumplines für alle, die nicht nur cruisen wollen. Eines der wenigen Gebiete im Netzwerk, das wirklich auf großer Höhe spielt.
Bike Republic Sölden
Sölden ist weit mehr als ein Bikepark. 70 km Singletrails, über 70 km Downhill/Enduro/MTB-Routen — das reicht für mindestens drei volle Tage. NEU im Juni 2026: Die District Fans Jumpline. Wer mehr wissen will, findet im Trail Guide alle Details zu Trails, Anreise und Campervan-Spots im Ötztal.
🌐 bikerepublic.soelden.com · Trail Guide →
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
360° Flow Trails Kitzbühel Kirchberg
Neue Flow Trails in einer der bekanntesten Ski-Destinationen der Alpen — seit Juni 2026 durch neue Liftanlagen deutlich ausgebaut. Vom echten Einsteiger-Trail bis zum 360°-Flowfeeling für Fortgeschrittene. Das Panorama auf die Kitzbüheler Alpen gehört natürlich dazu.
Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis
Trail-Paradies auf mehreren Ebenen: Schnelle moderne Gondeln bringen Downhiller zügig wieder bergauf. Pumptrack, Drops, Sprünge, Kids-Bereich und ein Landesbag für neue Tricks. Das Angebot ist breit gefächert — Familien mit Kindern finden genauso ihren Einstieg wie Fahrer, die neue Lines lernen wollen.
Bikepark Innsbruck
9 Strecken über der Tiroler Hauptstadt. Bekannt für die spektakulären AirTIME Sessions und den Airbag für neue Tricks — Jumps sind hier ein zentrales Thema. Die Weltklasse-Downhills bei den Glamwork-Events haben das Gebiet international bekannt gemacht und ziehen regelmäßig Top-Fahrer an.
Bikepark Lienz
Lienz liegt im Süden Österreichs — und entsprechend ist das Wetter. 2.000 Sonnenstunden pro Jahr ist kein Marketingversprechen, sondern für die Region tatsächlich realistisch. Das bedeutet: an Tagen, an denen im Rest der Alpen graue Suppe hängt, kann Lienz eine Option sein. Die Trails gehen von Anfänger bis Experte, die Flowtrails kommen jeden Morgen frisch präpariert.
Bikeland Schladming-Dachstein
63 km Biketrails von der leichten Flowline bis zur schwarzen Single. Schladming hat für jeden Level etwas — besonders geschätzt wird der 21 km lange Feierabend-Enduro, der auch für Ortsfremde gut navigierbar ist. Das Highlight ist der Jump Trail, der die Anlage für Spring-begeisterte aufwertet.
🌐 bike.schladming-dachstein.at
Bikepark Semmering
18 km Trails in den Alpen zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Kein Highspeed-Flowrun, sondern natürliches Gelände: handgebaute Linien, Wurzeln, Steine, Alpine Aussichten. Das Zeug, an dem man wirklich besser wird. Für einen Tag in der Gegend gut.
Wexl Trails ★ Neu 2026
Eine Stunde von Wien und schon steht man vor einem der überraschend guten Trailnetzwerke Niederösterreichs. Singletrails, massive Flow, Sprünge, technische Passagen — für eine Region, die man nicht unbedingt auf dem Radar hat, gibt es erstaunlich viel. 30 km Trails im Park, dazu über 100 km Panoramatrails drumherum. Zwei EasyLoop-Systeme, Kids-Bereich, E-Bike-Fans: gut durchdacht.
Bad Kleinkirchheimer Flow Country Trail
400 km Streckennetz klingt viel — und das Herzstück ist der 15 km lange Flow Country Trail, der sich mit maximal 8% Gefälle durch Wald und Wiesenlandschaft schlängelt. Das ist kein Hardcore-Bikepark, sondern ein ausgedehntes Flowtrail-System für alle, die entspannt Kilometer machen wollen. Gut für gemischte Gruppen oder aktive Erholungstage.
MTB Zone Bikepark Petzen
Petzen ist seit über 10 Jahren ein echter Bikepark — nicht erst seit dem Trend. Seit 2025 gibt es ein EasyLoop-System am Quellenlift, das besonders für Einsteiger und Familien attraktiv ist. Der Nature Trail gilt als einer der längsten Flowcountry Trails Europas. Allein dafür lohnt sich der Abstecher nach Kärnten.
Trailarea Turracher Höhe
Der Kornock Flowtrail mit Panoramablick auf den Nockbergsee ist das Aushängeschild. Für alle Altersgruppen ausgelegt — das Gebiet setzt eher auf entspanntes Biken in schöner Kulisse als auf extreme Lines. Idealer Ergänzungs-Stopp auf einer Reise durch Kärnten oder die Steiermark.
3 Länder Enduro Trails / Reschenpass
Technisch kein Bikepark, sondern ein Netz aus Enduro-Singletrails rund um Nauders und den Reschenpass — eines der dichtesten Trail-Netzwerke im Dreiländereck Österreich/Schweiz/Italien. Keine Lifte, reiner Enduro-Charakter. Wer auf Schotterpisten und technische Passagen steht und Downhilllifte nicht braucht, ist hier genau richtig. Der Trail Guide geht tief ins Detail.
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
🇨🇭 Schweiz (2 Gebiete)
Bike Kingdom Park Lenzerheide
Lenzerheide hat einen exzellenten Ruf und den verdient er sich. Der Bike Kingdom Park bietet 5 gut aufeinander abgestimmte Strecken für alle Levels — kompakter als Flims, aber für einen vollen Tag mehr als genug. Weltcup-Rennen haben das Gebiet auf die internationale Karte gebracht. Der Trail Guide mit allen Details zu Trails und Campspot ist online.
🌐 bikekingdom.ch · Trail Guide →
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
Biketrails Flims Laax
Vom Gletscher bis zur Rheinschlucht auf 330 km Trails — das ist kein leeres Versprechen. Freeride-Pfade, natürliche Singletrails, Pumptrack, Enduro-Strecken und Freeride-Gelände: Flims-Laax deckt alles ab. Das Revier ist riesig, man kann mehrere Tage verbringen, ohne dieselbe Linie zweimal zu fahren.
Persönlich zuletzt besucht: Juni 2026
🇩🇪 Deutschland (3 Gebiete)
The Mother – Bikepark Winterberg
"The Mother" ist kein zufälliger Name. Winterberg ist einer der bekanntesten Bikeparks Deutschlands — Jump Trail, Freeride Parcours, Flow Lines, Family Area am Knippe. Für die Größe des Parks ist das Angebot erstaunlich breit. See you in Winterberg, wie die Leute sagen, die schon mal dort waren.
MTB Zone Bikepark Willingen
Willingen im Sauerland — ein anderes Terrain als die Alpen. Weniger Höhe, aber viel Flow und gute Infrastruktur. Gut für einen Besuch auf Durchreise oder wenn man im Herbst noch einen Tag biken will und der Alpenweg schon zu weit ist.
🌐 mtbzone-bikepark.com/willingen
Persönlich zuletzt besucht: September 2025
MTB Zone Bikepark Geißkopf
Bayerischer Wald, ruhigere Atmosphäre. Geißkopf ist der Counterpart zu Willingen im Netzwerk — etwas Alpenvorland-Charakter, gut kombinierbar mit einem Abstecher in die bayerische Region. Kein High-Speed-Bikepark, aber eine solide Option für die Nord-Süd-Durchreise.
🌐 mtbzone-bikepark.com/geiszskopf
🇮🇹 Italien (6 Gebiete)
Paganella Bike Park
Paganella liegt in der Trentino, kurz nördlich des Gardasees. Der Park ist für Trentino-Verhältnisse kompakt, aber gut strukturiert und zeigt sich von einer guten Seite, was Atmosphäre und Trailqualität angeht. Wer unten am See steht, ist am Morgen schnell oben — gute Ausgangsbasis für Trips in die gesamte Region.
Persönlich zuletzt besucht: August 2025
Val di Sole Bikepark ★ Neu 2026
NEU im Netzwerk 2026. Das Val di Sole ist aus der UCI Mountainbike World Cup Serie bekannt — was bedeutet, die Trails sind nicht von schlechten Eltern. Enduro-Strecken und Downhill-Lines in einem der bekanntesten Bike-Täler Europas. Ein klares Upgrade für das Netzwerk.
Bikepark Kronplatz
35 km Trails, 18 Strecken auf dem Plan de Corones — einem der schönsten Berge Südtirols. Die Kombination aus UNESCO-Dolomiten-Kulisse und technisch anspruchsvollen Trails macht Kronplatz besonders. Nichts für Anfänger: Steil, Sprünge, Wurzeln, natürliches Terrain ohne viel Handhalten.
Bike District Val di Fassa
Eine der führenden Enduro-Destinationen in den Dolomiten, und das Gebiet wächst weiter — neue Trailprojekte 2026 durch neue Liftanlagen. UNESCO-Dolomiten als Kulisse, technische Singletrails auf allen Schwierigkeitsstufen. Internationale Enduro-Rennen haben die Qualität der Trails hier schon bestätigt.
Bike Beats Alta Badia
Der Piz Soraga Trail führt von der Bergstation Cir über die Alta Badia — ein Mix aus Energie, Adrenalin, Northshore-Elementen und natürlichem Gelände. Der Trail startet in Pralongià und führt Richtung Campolongo Pass und Corvara. Etwas rauer, etwas wilder als die gemanagten Flowlines der Alpenpärke — definitiv empfehlenswert.
Mottolino Bikepark (Livigno)
Livigno liegt fast 1.900 m hoch — das merkt man beim Biken. Mottolino bietet Flow-Lines und Trails in einer der am höchsten gelegenen Bike-Destinationen im Netzwerk. Duty-free-Zone bedeutet günstigere Preise vor Ort, falls man noch etwas für die Ausrüstung braucht.
🇨🇿 Tschechien (2 Gebiete)
Trail Park Klínovec
Direkt an der Grenze zu Deutschland, im Erzgebirge. Einer der längsten Flowtrails in Zentraleuropa — 3 km durchgängiger Fluss auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Gut für Familien und Anfänger, aber auch für alle, die einfach Spaß an gutem Flow haben ohne jeden Höhenmeter erkämpfen zu müssen. Klares Preis-Leistungs-Argument in der Gravity Card.
Persönlich zuletzt besucht: August 2025
Bikepark Špičák
Böhmerwald, Tschechien — einer der ältesten Bikeparks des Landes mit langer Tradition. Für Experten gibt es anspruchsvolle Downhillstrecken, für Anfänger und Enthusiasten ist gemeinsamer Spaß das Versprechen. Natürliches Gelände, weniger gestaltete Flowlines als in Alpenparks, dafür mit einigen legendären Downhillstrecken.
🇸🇮 Slowenien (1 Gebiet)
Bike Park Pohorje Maribor
15 Strecken, 2 Zonen (Learn & Enduro), neu ab 2026 eine Jumpline. Mit EasyLoop für Einsteiger und 50+ Trails insgesamt ist das für ein kleines Land wie Slowenien ein beeindruckendes Angebot. Maribor ist außerdem eine entspannte Stadt — Übernachtung im Ort ist kein Übel.
🇵🇱 Polen (1 Gebiet)
Szczyrk Bike Park by Trek
Polens größter Bikepark, 16 km Freeride in den Beskiden. Natürliche Waldstrecken, block-technische Linien, farbkodierte Routen — blau, rot, schwarz. Trek betreibt das Bike-Center vor Ort, was für Verleih und Führungen eine gute Adresse ist.
Was in diesen Guides steht — und was nicht
Ein ehrlicher Hinweis: Das hier sind keine vollständigen Reiseführer. Ich bin nicht der erste, der über Saalbach oder Flims schreibt, und das wäre auch nicht der Anspruch.
Was ich liefere, ist ein persönlicher Erfahrungsbericht aus der Perspektive eines Bikers, der mit dem Wohnmobil reist und die Gravity Card nutzt. Konkret bedeutet das:
Trails und Bikepark-Infrastruktur: Was ich gefahren bin, wie es war, was man wissen sollte, bevor man fährt. Keine vollständige Streckendatenbank, sondern das, was sich mir nach mehreren Tagen vor Ort eingeprägt hat.
Stellplätze und Campervan-Logistik: Wo ich gestanden habe, was es gekostet hat, ob es funktioniert hat. Nicht alle Optionen im Umkreis — der Stellplatz, den ich tatsächlich genutzt habe und der gut war.
Essen und Versorgung: Restaurants, zu denen ich zurückgekehrt bin. Bäcker, die den Umweg wert waren. Supermärkte, die man kennen sollte. Keine Gastronomieliste, sondern ehrliche Empfehlungen aus dem, was ich gemacht habe.
Wer vollständige Reiseführer mit Hotel-Rankings und Sightseeing-Programm sucht, ist woanders besser aufgehoben. Wer wissen will, ob es einen vernünftigen Stellplatz mit Duschen gibt, der nah genug am Bikepark liegt, dass man die erste Gondel noch schafft — der ist hier richtig.
Hochsommer steht noch bevor
Viele der höher gelegenen Gebiete im Netzwerk haben ihre besten Wochen noch vor sich. Die kurze Hochsommerphase in großer Höhe — wenn der Schnee weg ist, die Trails trocken und griffig sind, und der Herbst noch weit — ist oft die beste Zeit für alpines MTB. Dann öffnen die oberen Bereiche, die im Frühjahr noch gesperrt sind, und das Gelände ist auf dem Stand, für den es gebaut wurde.
Auf meiner Liste für den Sommer stehen noch einige Gebiete, zu denen ich bis dato noch nicht war. Die Guides folgen, wenn ich dort war.
Verfügbare Trail Guides
| Gebiet | Guide |
|---|---|
| Bikepark Brandnertal | Trail Guide → |
| Bike Kingdom Lenzerheide | Trail Guide → |
| Drei Länder Enduro Trails / Reschensee | Trail Guide → |
| Bike Republic Sölden | Trail Guide → |
| Paganella Bike Park | Trail Guide → |
Weitere Guides zu Flims, Saalbach/Leogang, Lermoos und Klínovec folgen im Laufe des Sommers.
Fazit: Es lohnt sich — aber nicht nur finanziell
Die Rechnung stimmt, wenn man viel und flexibel fährt. Aber die eigentliche Qualität der Gravity Card ist nicht in Euro messbar: Es ist das Gefühl, an einem Morgen aufzuwachen und zu wissen, dass man heute fahren kann — so lange oder kurz wie man will, an welchem Gebiet man auch gerade steht.
Das ist mit dem Wohnmobil und einem Sommer in den Alpen die perfekte Kombination. Ich würde die Karte nächstes Jahr wieder kaufen. Ohne zu zögern.
Besucht: Laufend — Saison 2025 und 2026. Teil der Gravity Card Gebiete Entdecker Tour.